Unser Namensgeber

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Quelle: Pehnke, Andreas (Hrsg.) 2002: “Ich gehöre in die Partei des Kindes”. Der Chemnitzer Sozial- und Reformpädagoge Fritz Müller (1887-1968): In Diktaturen ausgegrenzt – in Demokratien vergessen und wiederentdeckt. 2. erw. u. verb. Aufl. Beucha: Sax-Verl., S. 2

Fritz Müller

  • geboren 1887 in Hohenstein
  • gestorben 1968 in Karl- Marx- Stadt (heute Chemnitz)

…in Diktaturen ausgegrenzt – in Demokratien vergessen und wiederentdeckt…

  • 1907 Lehrerseminar in Annaberg
  • erste praktische Lehrerfahrungen in Glauchau
  • 1910 Eintritt in den Chemnitzer Schuldienst
  • 1923 Chemnitzer Humboldtversuchsschule
  • ab 1924 Erprobung des koedukativen und jahrgangsübergreifenden Unterrichts, Integration von Eltern, Absolventen- Gruppe Müller
  • sozialpädagogische Aufgabengebiete: Mitarbeit im Ausschuss für Jugendpflege- und Fürsorge, Mitglied des Landesausschusses für Jugendwohlfahrt, ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeindewaisenrat, Betreuer in der Strafentlassenen-Fürsorge, vereidigter Sachverständiger für Kinderaussagen beim Amts- und beim Landgericht, Leiter von Jugendgruppen
  • 1933 von den Nazis aus dem Schuldienst entfernt
  • nach Ende des II. Weltkrieges Schulleiter der Ludwig- Richter- Schulen, später der Otto-Rötzscher-Schule in Chemnitz
  • ab 1946 Koordination der Wiedereröffnung der Humboldtversuchsschule mit Tagesheim und Kindergarten
  • seit 1948 staatlich verordnete Abkehr reformpädagogischen Gedankenguts in der damaligen Ostzone – Fritz Müller wird entlassen
  • Engagement als Sozialpädagoge für elternlose Kinder und Jugendliche in sächsischen Kinderheimen
  • bis zum Eintritt in den Altersruhestand Betreuer für behinderte Jugendliche in Karl- Marx- Stadt

„I c h g e h ö r e i n d i e P a r t e i d e s K i n d e s!“