So ein Theater

Mit unserer Theatergruppe im Fernsehstudio der Hochschule Mittweida

Mittwoch, 07. Juni 2017: Zu „Neun blaue Nächte“ lud das Mittelsächsische Theater am Abend des 07. Juli 2017 in das Fernsehstudio der Hochschule Mittweida ein. Mit unserer Theatergruppe folgten wir dem Aufruf und sahen, wie im Flyer zur Aufführung zu lesen war: „Eine berührende, grenzenlose Liebesgeschichte: An einem Morgen erwachen „Er“ und „Sie“ in einem gemeinsamen Bett. Sie kennen sich nicht. In neun Nächten kommen Sie sich und einander näher,…“.

Na, neugierig geworden? Dann schaut beim Mittelsächsischen Theater vorbei…

Unsere Theatergruppe geht nach Dresden ins Theater

Freitag, 07. April 2017: „Lydia, genannt Li, ist das, was man „ein Mädchen aus gutem Hause“ nennt. Mit ihrer jüdischen Mutter und ihrem Vater, Dr. Lux, wohnt das aufgeweckte clevere Mädchen direkt am Altmarkt im Dresden der 30iger Jahre. Durch einen Zufall begegnet sie dem jungen Arbeitslosen und kommunistischen Bergsteigeraktivisten Robert. Der wirbelt ihre bisherige Realität bestehend aus Schule, Büchern, Klavierunterricht, Freundinnen, schönen Kleidern und gelegentlichen Ausflügen in die edle Konditorei um die Ecke gehörig durcheinander. Li lässt sich reinziehen in Roberts Welt der roten Bergsteiger. Und auch Robert erkennt, dass Mitgefühl, Solidarität und Menschlichkeit, nicht nur von den „Armen“ gelebt werden und nicht jeder „Reiche“ ein korrupter Bonze ohne Werte sein muss.

Utz Pannike im Gespreäch mit der Presse

Der Schauspieler Utz Pannike erzählt, gemeinsam mit der mit einem Overheadprojektor arbeitenden Livepainterin und Performerin Claudia Reh, Lis Geschichte. Eine Geschichte über die Liebe und den Kampf um Menschlichkeit in Zeiten des Unrechts und der Barbarei. Die Geschichte der Sächsischen Bergsteiger, die im Widerstand aktiv gegen die Ideologie der Nationalsozialisten kämpften.“

(Quelle: http://www.projekttheater.de/Spielplan/2017/April/LI+UND+DIE+ROTEN+BERGSTEIGER_326.html)

Die Schüler im Wahlpflichtfach Theater hatten das Glück, die Premiere von „Li und die roten Bergsteiger“ am 7. April 2017 im Projekttheater Dresden zu besuchen.  Der geschichtliche Hintergrund war berührend und spannend zugleich und die Schüler fanden das Stück kurzweilig und unterhaltsam. Manche kannten sogar schon die Geschichte von den roten Bergsteigern. Nicht nur das, aber sie konnten im Stück den Theaterpädagogen Utz Pannike, der auch jeden Mittwoch in die Schule kommt, live auf der Bühne erleben. Sie waren sehr beeindruckt von seiner Arbeit, besonders wie er allein alle Figuren im Stück so überzeugend und mitreißend gespielt hat.

So ein Theater mit unseren Schülern

Schuljahr 2015/2016 und 2016/2017: Im Rahmen des Wahlpflichtbereichs im BVJ und mit Unterstützung von KOST (Kooperation Schule und Theater in Sachsen) haben wir im Schuljahr 2015/2016 versucht, mit den Schülern ein kleines Theaterstück oder zumindest einzelne Spielszenen bühnenreif zu bekommen. Theater_01Unterstützt wurden Frau Krauspe und unsere Schüler durch den Theaterpädagogen und Schauspieler Utz Pannike. Bei den wöchentlichen Treffen wurde nicht nur gespielt und geprobt, die Jugendlichen haben kreativ eigene Malsken gestaltet und sich zu den Masken Figuren und kleine Geschichten ausgedacht. Zum Ende des Schuljahres fand vor ganz kleinem Publikum eine Präsentation der Spielsequenzen statt.

Auch im Schuljahr 2016/2017 führen wir das Projekt mit Unterstützung durch Herrn Pannike weiter. Frau Reader hat nun die Begleitung der Theatergruppe mit übernommen und wir beginnen mit neuen Schülerinnen und Schülern, aber mit einem reichen Erfahrungsschatz aus dem letzten Jahr noch einmal neu und schauen mal, wohin uns die Reise führt…

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Irrsinnig komisch und wahnsinnig traurig

Mittwoch, 16. April 2014: Fast das gesamte Ensemble des Schauspielhauses Chemnitz agiert im Stück „Einer flog über das Kuckucksnest“. Sie spielen Patienten, Schwestern, Pfleger, Ärzte und Besucher – und das alles in einer Psychiatrie. Thematisiert wird das Verhältnis einer Gesellschaft zu Außenseitern, Ausrangierten und Träumern. 1963 wurde das Stück am Broadway in New York uraufgeführt, basierend auf einem Roman von Ken Kesey.

Hauptfigur Randle Einer flog übers KuckucksnestP. McMurphy wird in die Psychiatrie eingewiesen und erkennt sehr schnell die Machtgefüge innerhalb der hermetisch geschlossenen, cleanen Welt der Anstalt – allen voran Oberschwester Ratched. Er bekommt die physisch und psychisch manipulativen Mechanismen von Überwachen und Strafen zu spüren, weigert sich jedoch, sich den Regeln zu beugen. Rebell McMurphy ernennt sich zum Oberirren und stiftet die Mitinsassen an, sich gegen den Alltagstrott zu wehren. Die therapeutischen Gruppensitzungen werden so zum Machtkampf zwischen Bewachern und Bewachten. Freude und Trauer liegen hier oft nah beieinander.

Mit Witz und Charme, aber auch viel Ernsthaftigkeit und Tragik trifft der Regisseur Carsten Knödler den Nerv der Zeit und inszeniert ein sehr sehenswertes Stück über Macht und die Kraft der Solidarität. Da die Belange psychisch kranker Menschen eine gewisse Reife vom Zuschauer verlangen, gibt es eine Altersempfehlung ab 16 Jahren.

Mit der Klasse der Fachlageristen konnten wir dieses Schauspiel am 16. April 2014 genießen und alle waren sehr begeistert und beeindruckt.

(Quellen: Theater Chemnitz, Freie Presse)

„Flasche leer“ – das Spiel gegen die Sucht“ – ein Klassenzimmerstück

DSC06925Dienstag, 01.04.2014: Thomas Tucht, ehemals Schauspieler am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, bietet ein Präventionsstück für Schulen zum Thema Alkohol, welches im Klassenzimmer aufgeführt wird. Es heißt “Flasche leer” und wurde von Thilo Reffert geschrieben.
Auch wir haben diese Chance genutzt und Thomas Tucht am 01. April 2014 zu uns in die Schule eingeladen. Die Schülerinnen und Schüler im BVJ kamen in den Genuss, sich sein Schauspiel anzusehen.
In einem simplen Bühnenbild, bestehend aus einem Lehrertisch und einem Flipchart, zeigte Tucht das Portrait eines Suchtkranken, in dem verschiedene Fiktionsebenen miteinander verschlungen sind.

Tucht verkörpert den Schauspieler Stefan Nolte, dieser wiederum soll die Rolle von Knut übernehmen. Nolte kommt nicht dazu, in die Rolle von Knut zu schlüpfen, da er überwiegend von sich selbst erzählt. Stephan Noltes Ehrgeiz lautet: „Die Flasche muss leer werden!“ Immer wieder nimmt er einen Schluck aus der Whiskey-Flasche – oder ist es doch nur Schwarzer Tee, wie er behauptet?
Am Ende stürzt Tucht – alias Stephan Nolte, alias Knut – völlig fertig aus dem Raum. Was ist Realität, was ist gespielt? Ist er wirklich betrunken?
Thomas Tucht bezieht die Schüler mit ein und sucht deren Nähe, fesselt sie mit leisen Tönen, rüttelt mit lauteren auf, reagiert spontan und zeigt viel Humor. So gibt er diesem Stück einen ganz eigenen Charakter.

Fazit: Das Stück (Regie: Anahita Mahintorabi) regt zum Nachdenken, manchmal aber auch zum Schmunzeln an und bietet eine gute Grundlage zur weiteren Diskussion im Unterricht, um Themen wie Alkohol und Sucht zu besprechen.

Wenn Sie Interesse am Schauspiel von Thomas Tucht haben, können Sie ihm gern eine Anfrage schicken an:
thomastucht@gmx.de

Theater im Schauspielhaus

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Gleich beginnt die Vorstellung…

Samstag, 08.03.2014: Wer war schon mal im Theater? Diese Frage würden wohl wenige Jugendliche bejahend beantworten. Anders als Kino- oder Konzertbesuche ist der Besuch eines Theaterstücks heutzutage unter Jugendlichen nicht mehr so „in“. Und dennoch waren die SchülerInnen der Klasse BVJ L1 hellauf begeistert, als ihre Deutsch-Lehrerin von der Möglichkeit eines Theaterbesuchs erzählte. Schnell war ein Stück gefunden, die Eltern informiert und 5 Schülerinnen und Schüler wollten und durften dann mit nach Chemnitz ins Schauspielhaus zur „Mittsommernachts-Sex-Komödie“ fahren.

Im Vorfeld interessierten die Schülerinnen und Schüler Themen, wie z.B.:

  • Wie verhalte ich mich im Theater?
  • Was ziehe ich an?
  • Kann ich im Theater meine Chips essen? oder
  • Wann darf / muss ich applaudieren?

All diese Fragen wurden im kleinen Theater-Knigge (so eine Art „Benimm-Regel-Werk) im Rahmen des WiSo-Unterrichts erörtert.

Am Samstag Abend war es dann endlich soweit. Gut gekleidet, denn ein Theaterbesuch ist ja nichts alltägliches, schauten wir uns das Stück an. Alle hatten viel Spaß und wir haben gelacht…

Vielleicht sollte unsere Schule dies wiederholen! Wenn hier auf der Homepage oder im Schaukasten in der Schule also wieder zu lesen ist: „So ein Theater“ – melden Sie sich / meldet ihr Euch an – es lohnt sich.